Unterschriftenaktion "Ausbildungsgarantie jetzt!" gestartet

Unter dem Motto "Ausbildungsplatzgarantie jetzt" fand am 21.5.2013 an der Philipp-Holzmann-Schule in Frankfurt eine Aktionsveranstaltung zur bevorstehenden Bundestagswahl statt. Die Politik stand auf dem Prüfstand: Über 260.000 Jugendliche in der Warteschleife auf einen Ausbildungsplatz, 1,5 Mio. junge Menschen im Alter bis 29 Jahren ohne Berufsausbildung und eine seit 1995 andauernde Ausbildungskrise umreißen die Problemlage. Als Gäste aus der Politik waren vertreten: Willi Brase, MdB, SPD; Kai-Uwe Hemmerich, Betriebsrat bei der Firma Clariant, CDU; Arfst Wagner, MdB, Bündnis 90/die Grünen; Agnes Alpers, MdB, Die Linke; Jürgen Lenders, MdL Hessen, FDP. Sie sollten in der von Kamyar Mansoori moderierten Diskussion insbesondere zur Forderung nach einem Rechtsanspruch auf Ausbildung Stellung nehmen. Die anwesenden 150 Teilnehmer*innen, überwiegend Jugendliche, aber auch Pädagoginnen und Pädagogen, mischten sich engagiert ein. Immer wieder meldeten sich Jugendliche zu Wort, berichteten von den Schwierigkeiten bei der Ausbildungssuche und über ihre Zweifel an der Politik. So äußerte eine Schülerin, dass es bei den Statements der Politiker immer nur um Zahlen ginge und nicht um die Menschen. Auch sei es unabhängig vom Schulabschluss schwierig, in eine gewünschte Ausbildung zu kommen. Alle jungen Menschen brauchen eine Lebensperspektive. Die Politik ist gefordert, endlich zu handeln.
Zum Ende Diskussion wurden die Parteienvertreter aufgefordert mit einer Karte auf einem Plakat Position zu beziehen: "Meine Partei unterstützt die Forderung für eine Ausbildungsplatzgarantie und wird sie nach der Bundestagswahl gesetzlich verankern. JA oder NEIN?" Am klarsten sprach sich die Linkspartei pro Ausbildungsgarantie aus. Die SPD bejaht ebenfalls eine Ausbildungsgarantie, verspricht sich nicht allzu viel davon, wenn es nicht gelingt, mehr betriebliche Ausbildungsplätze zu schaffen. Die CDU und die Grünen wollen zwar, dass alle in Ausbildung kommen, sehen aber eine Ausbildungsgarantie nicht als geeignetes Mittel. Sie hefteten ihre Karte in der Mitte zwischen Ja und Nein. Die FDP platzierte sich unter "Nein". Die Position der Jugendlichen war eindeutig: Sie stimmten bis auf wenige Ausnahmen für die Ausbildungsgarantie.
Zur Veranstaltung eingeladen hatten die Landesschülervertretung Hessen, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (Bund und Hessen), der Deutsche Gewerkschaftsbund und der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit. Zum Abschluss starteten Jonas Bernges und Armin Alizadeh von der Landesschülervertretung die Unterschriftenaktion / Petition zur Bundestagswahl "Ausbildungsplatzgarantie jetzt!". Die Unterschriften werden nach der Wahl als Handlungsauftrag der neuen Bundesregierung übergeben.
Die Initiative "Ausbildung für alle" ruft zur Unterstützung der Petition auf!
Was ist eine Ausbildungsgarantie? Info zum Download: (pdf)

Ausbildungsplatzgarantie jetzt! – Veranstaltung am 21.5.2013 zur Bundestagswahl

Jährlich erhalten Hunderttausende von Jugendlichen keinen Ausbildungsplatz. Viele werden als „nicht ausbildungsreif“ abgestempelt. Sie durchlaufen das so genannte Übergangssystem und drehen unnötige Warteschleifen. 1,5 Millionen junge Menschen sind ohne Berufsausbildung. Gleichzeitig wird über einen Fachkräftemangel diskutiert. Das Recht auf Ausbildung steht im UN-Sozialpakt und gilt somit international. Doch die konkrete Umsetzung auf nationaler Ebene kommt nicht voran. Die Politik ist jetzt gefragt, konsequent eine Ausbildungsgarantie zu verwirklichen.
Wir stellen die Parteien zur Bundestagswahl 2013 auf den Prüfstand und fordern:
Der Rechtsanspruch auf einen Ausbildungsplatz muss im neuen Regierungsprogramm eine hohe Priorität erhalten.
Die Aktionsveranstaltung findet am Dienstag, den 21. Mai 2013, von 11 – 13 Uhr, in Frankfurt am Main, in der Philipp-Holzmann-Schule, statt.

Veranstaltungsprogramm:
Ausbildung für alle: Schülertheater und Informationen
Politik auf dem Prüfstand: Quiz und Diskussion mit Bundestagsabgeordneten aller Parteien
Macht endlich Nägel mit Köpfen: Aktion „Ausbildungsgarantie jetzt!“

Es laden ein:
Landesschülervertretung Hessen
Deutscher Gewerkschaftsbund
Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Hauptvorstand und Landesverband Hessen

Kontakt: info@ausbildung-fuer-alle.de

Flyer „Ausbildungsplatzgarantie jetzt!“ zum Download: (pdf)

DGB- Expertise: Klein gerechnet - Wie der Ausbildungspakt die Lage auf dem Ausbildungsmarkt schönt

"Zum 30. September 2012 waren, wie im Vorjahr, mehr unbesetzte Ausbildungsplätze (33.300) als unversorgte Bewerber (15.700) bei den Agenturen für Arbeit und Jobcentern gemeldet. (...) Die Relation von Angebot und Nachfrage und damit die Chancen des Einzelnen auf einen Ausbildungsplatz sind im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert gut geblieben." Mit solchen schöngefärbten Sätzen umschreiben die Partner des Ausbildungspaktes - die Spitzenverbände der Wirtschaft, die Kultusministerkonferenz, die Bundesagentur für Arbeit und die Bundesregierung (...) die Lage auf dem Ausbildungsmarkt in ihrer Presseerklärung vom 6. Februar 2013.
Der DGB hat in seiner Expertise "Klein gerechnet" die Zahlen genauer analysiert. Darin heißt es:
"Allein das Statistische Bundesamt zählt 1,56 Millionen Menschen im Alter von 20 bis 29 Jahren ohne Berufsabschluss. (...) Die hohe Zahl der jungen Menschen ohne Berufsabschluss passt nicht zu den Erfolgsmeldungen des Ausbildungspaktes. (...) 2012 sind insgesamt 76.029 Bewerber ohne Ausbildungsplatz geblieben."

Wird bei der Analyse der Ausbildungsplatzsituation von einem verfassungsrechtlich erforderlichen "auswahlfähigen Angebot an Ausbildungsplätzen" ausgegangen, stellt sich die Lage noch weit dramatischer dar. Darauf weist das Kampagnenbüro Grundrecht auf Ausbildung in einer Informationsschrift "Zur Rechtslage eines auswahlfähigen Angebotes an Ausbildungsplätzen" hin. Danach fehlten im Jahr 2012 zu einem auswahlfähigen Angebot 343.133 Ausbildungsplätze.

Die DGB-Analyse "Klein gerechnet" zum Download: (pdf)

Die Informationsschrift "Zur Rechtslage eines auswahlfähigen Angebotes an Ausbildungsplätzen" zum Download: (pdf)

 

Ausbildungsgarantie jetzt: Gemeinsamer Aufruf zum Ausbildungsbeginn 2012

Trotz leichter Entspannung auf dem Ausbildungsmarkt bleibt das Grundproblem der Berufsausbildung in Deutschland bestehen. Noch immer sind fast 300.000 junge Menschen in den Warteschleifen des so genannten Übergangssystems. 1,5 Millionen junge Menschen zwischen 20 und 29 Jahren haben keine abgeschlossene Berufsausbildung. Wird die Altersgruppe bis 34 Jahre erweitert, kommen 700.000 hinzu.

Folgerichtig unterstützen der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit in ihrem gemeinsamen Aufruf zum Beginn des Ausbildungsjahres die seit langem erhobene Forderung nach einer Ausbildungsplatzgarantie.

Fachgespräche mit Bundestagsfraktion: Handlungskonzept "Ausbildung für Alle" vorgelegt

Die Landesschülervertretung Hessen führt auf dem Hintergrund der Forderung nach einem Grundrecht auf Ausbildung seit 2011 Fachgespräche mit allen Fraktionen im Bundestag. Sie hat ihnen im Mai 2012 ein umfassendes "Handlungskonzept Ausbildung für Alle" vorgelegt. Das Konzept zeigt Handlungsschritte auf, die zur nachhaltigen Beseitigung des Ausbildungsplatzmangels erforderlich sind. Jeder junge Mensch soll nach dem Besuch der allgemein bildenden Schule ohne Warteschleife eine berufsqualifizierende Ausbildung absolvieren können.

 



Neue Studie zum Grundrecht auf Ausbildung vorgestellt

Die Initiative für ein Grundrecht auf Ausbildung bekommt nun auch juristischen Rückenwind, um das Ziel "Ausbildung für alle" zu erreichen. Am 19. September 2011 wurde der Presse die Studie "Das Grundrecht auf einen Ausbildungsplatz - Studie zur Verankerung des Grundrechtes im Grundgesetz als Staatszielbestimmung unter besonderer Berücksichtigung des UN-Sozialpaktes, vorgestellt.

Heiner Fechner weist in seiner Studie nach, dass ein Grundrecht auf Ausbildung mit dem Grundgesetz vereinbar ist und dem UN-Sozialpakt entspricht, der die Bundesrepublik Deutschland zum Handeln auffordert. Herr Fechner stellt weiter fest, dass die Ablehnung der Petition für ein Grundrecht auf Ausbildung inhaltlich nicht nachvollziehbar und die "Rechtslage in Bund und Länder wegen Unterlassens hinreichender gesetzgeberischer Maßnahmen (…) in erheblichem Maße verfassungswidrig" ist. Die Studie zeigt sehr fundiert den Handlungsbedarf und die Handlungsoptionen für eine zukunftsorientierte Berufsbildungspolitik auf.

Die von der GEW herausgegebene 66-seitige Studie informiert im Anhang ausführlich über die Initiative zum Grundrecht auf Ausbildung, den Verlauf der Ausbildungsplatzkrise und die Ablehnung der Petition für ein Grundrecht auf Ausbildung durch den Bundestag im September 2010.

 

Petition für ein Grundrecht auf Ausbildung abgelehnt

Eine im Herbst 2007 gestartete Unterschriftenkampagne für ein Grundrecht auf Ausbildung wurde ein großer Erfolg. Bereits im April 2008 konnte dem Deutschen Bundestag die Petition mit 72.554 Unterschriften übergeben werden. Dennoch wurde sie im September 2010 ohne die sonst übliche Anhörung vom Bundestag auf Empfehlung des Petitionsausschusses abgelehnt. Die Landesschülervertretung Hessen hat die Beschlussempfehlung kommentiert.

Hier ihr Fazit:

Die Petition für ein Grundrecht auf Ausbildung mit 72.554 Unterschriften ist eine der größten Petitionen der vergangenen drei Jahre. Zum Themenbereich Bildung / Ausbildung ist sie sogar die größte Petition in der Geschichte der Bundesrepublik.

Die Beschlussempfehlung nimmt das Anliegen der Petition, einen Rechtsanspruch auf eine berufliche Ausbildung im Grundgesetz zu verankern, nicht ernst. Das Petitionsverfahren zog sich über zweieinhalb Jahre hin. Eine öffentliche Anhörung, wie bei Petitionen dieser Größenordung üblich und möglich, wurde nicht durchgeführt. Missstände in der Berufsausbildung werden in der "Empfehlung" schöngeredet oder verschwiegen. Wichtige, dem Petitionsausschuss vorgelegte und angeführte Studien, Expertisen, Gutachten und Urteile wurden ignoriert.

Allein vor dem Hintergrund der erschreckenden Faktenlage zur Situation der Berufsausbildung, ihrer Bedeutung für den Einzelnen wie der Gesellschaft, ist die Behandlung und Ablehnung der Petition völlig inakzeptabel.

Indem die Petition bereits im Petitionsausschuss abgewürgt wurde, wird den Jugendlichen ein öffentliches Forum für ihr berechtigtes Anliegen in nicht hinnehmbarer Weise verwehrt. Die Ablehnung der Petition bestärkt den bestehenden Zweifel an den Mitwirkungsmöglichkeiten in der parlamentarischen Demokratie, der zurzeit auch beim Projekt Stuttgart 21 eine wichtige Rolle spielt. Damit bietet die Ablehnung der Petition allen Anlass die Arbeitsweise des Petitionsausschusses selbst auf den Prüfstand zu stellen.

Hier finden Sie zum Download:

Bundestagswahl 2009: Positionen von Parteien zum Ausbildungsplatzmangel

Seit 1995 (!) fehlen jährlich Hunderttausende Lehrstellen, auch im Wahljahr 2009. Wie will die Politik diesem Problem nach der Bundestagswahl begegnen? Wir haben die Aussagen der fünf großen Parteien in ihren Wahlprogrammen zusammengefasst.

Download: Positionen der Parteien (PDF)

60 Jahre Grundgesetz: Gute Gelegenheit für ein Grundrecht auf Ausbildung

60 Jahre Grundgesetz, doch kein Grund zum Feiern! Jugendliche haben noch immer kein Grundrecht auf Ausbildung! Das Aktionsbündnis aus Schülervertretungen und Gewerkschaften erinnert zum 60-sten Jahrestag des Grundgesetzes an die seit über einem Jahr dem Bundestag vorliegende Petition für ein Grundrecht auf Ausbildung.Ein Grundrecht auf Ausbildung wäre ein Meilenstein in der sozialen Ausgestaltung der Bundesrepublik Deutschland. Es würde endlich allen Jugendlichen eine Zukunftsperspektive und die Wahrnehmung ihres Rechts auf die "freie Entfaltung der Persönlichkeit eröffnen. Sollte die Petition in dieser Legislaturperiode nicht mehr abschießend behandelt werden, so wird das Grundrecht auf Ausbildung eine herausragende Rolle bei der Bundestagswahl im Herbst 2009 spielen. Hier die komplette Pressemitteilung der Landesschülervertretung Hessen, Mitinitiator der Initiative Ausbildung für alle: Presssemitteilung (PDF)

Grundrecht auf Ausbildung: Initiative und Rechtslage

rechtslage cover

Die neue Broschüre der DGB-Jugend informiert über die Initiative "Ausbildung für alle". Es wird aber auch und erstmals die aktuelle Expertise von Prof. Bernhard Nagel über "Das Teilhaberecht auf Ausbildung und Weiterbildung" veröffentlicht.

Hier wird der juristische Rahmen für das Recht auf Bildung in Deutschland ausgehend vom Völkerrecht, dem EU-Recht, über das Bundes- und Landesrecht bis hin zur Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichtes analysiert.

Die in einem eigenen Beitrag beschriebenen umfangreichen juristischen Quellen, die für ein Grundrecht auf Ausbildung herangezogen werden können, stärken unsere Position mit überzeugenden Argumenten. Sie zeigen den verfassungsrechtlichen Handlungsbedarf und die juristischen Ansatzpunkte für einen Rechtsanspruch auf Ausbildung deutlich auf.

Die Broschüre zum Download (PDF)

Newsletter Nr. 7 erschienen

Der Newsletter Nr. 7 (Januar 2009) der Initiative "Ausbildung für Alle" ist erschienen.
Thema: Ausbildungsbilanz 2008 - kein Grund zum Jubeln.

Hier zum Download (PDF)

(weiter)

September 2008: Es fehlen 190.000 Ausbildungsstellen

Trotz aller anderslautenden Beteuerungen aus Wirtschaft und Politik, dass der Ausbildungsmarkt gesund sei - nach wie vor fehlen fast 190.000 betriebliche Ausbildungsstellen. Die Situation im September 2008, der Bericht hier zum Download (PDF)

Buch: Ausbildung für Alle

Seit 1995 dauert die dritte Ausbildungskrise in Deutschland an. Fast 1,5 Millionen Jugendliche unter 25 Jahren haben keine abgeschlossene Berufsausbildung. Auch mehr Ausbildungsplätze in wirtschaftlich besseren Zeiten lösen das Grundproblem nicht. Dieses Buch liefert Hintergrundinformationen, Zahlen und Argumente zur Beseitigung der Ausbildungskrise. Mehr Infos und Download

Andrea Nahles fordert Recht auf Ausbildung

Wie der Kölner Stadtanzeiger berichtete, hat die stellvertretende SPD-Vorsitzende Andrea Nahles einen Rechtsanspruch auf einen Ausbildungsplatz für unter 30-Jährige gefordert. Eine solche Regelung sei auch ein Beitrag gegen den Fachkräftemangel, betonte sie gegenüber der Kölner Tageszeitung. "Was wir neben einem Rechtsanspruch auf Förderung zum Nachholen des Hauptschulabschlusses ergänzend brauchen, ist ein Rechtsanspruch auf Ausbildung", erklärte Nahles in Berlin. "Jeder Jugendliche unter 30, der will und kann, muss eine Ausbildung absolvieren können."

Eine von der Bundesagentur für Arbeit (BA) ins Gespräch gebrachte Kürzung des Arbeitslosengeldes II für Jugendliche lehnte Nahles ab. Das Arbeitslosengeld II orientiere sich am Bedarf. "Für beliebige Forderungen nach Absenkung ist hier kein Platz", sagte Nahles laut Stadtanzeiger vom 29. September.

Ausbildungsreport 2008: Qualitätskontrolle notwendig

Die DGB-Jugend hat den Ausbildungsreport 2008 vorgestellt. Für DGB-Vize Ingrid Sehrbrock zeigen die Ergebnisse der Befragung von Azubis: Eine verstärkte Qualitätskontrolle der Ausbildungsbetriebe ist notwendig. Regelmäßige Überstunden, mangelnde fachliche Anleitung und geringe Aussichten auf Übernahme - das sind die zentralen Kritikpunkte vieler Jugendlicher an ihrer Ausbildung. Hier zum Download: Der Ausbildungsreport 2008 und die Kurzfassung des Reports (beides PDF)

Ideen für Aktionen vor Ort

Mit der Initiative "Ausbildung für alle" machen die Gewerkschaften, Landesschülervertretungen und viele weitere Partner die skandalösen Zustände auf dem Ausbildungsmarkt publik und tragen ihre Forderungen für mehr und bessere Ausbildung in die Öffentlichkeit. Damit das funktioniert, braucht es Aktive und Aktivitäten vor Ort: in Innenstädten, an Schulen, vor Rathäusern und anderen öffentlichen Plätzen. Die Initiative lebt von Aktionen. Ideen für diese Aktionen bietet jetzt die Broschüre "Ideen für Aktive", hier zum Download (PDF)

So sieht die Ausbildungslücke aus


Eindrucksvoll demonstrierten am 4. Juli vor dem Kieler Landtag 100 Hauptschul-Abgängerinnen und -Abgänger aus mehreren schleswig-holsteinischen Städten, wie die viel diskutierte Ausbildungslücke konkret aussieht. Auf der einen Seite stellten sich die auf, die bisher trotz vielfacher Bewerbungen ohne Ausbildungsplatz geblieben sind. Auf der anderen Seite stand die Gruppe, die bereits einen Ausbildungsplatz bekommen hat - es waren nur 13 Jugendliche. Zum Artikel

Über ein Grundrecht auf Ausbildung


Seit Jahren werden dieselben Argumente ausgetauscht, wenn Vertreter aus Politik, von Gewerkschaften, Arbeitgebern und Schülern über Ausbildung debattieren. Sie tun das meist nicht, weil sie besondere Freude daran haben, sich stets zu wiederholen, sondern weil es bisher nicht gelang, eine Lösung für die so genannte Ausbildungsplatzkrise zu finden. Zum Artikel

nicht gefunden: /2008/06/berlin_08.htm/

Grundrecht auf Ausbildung:
Wir sind laut

Rund 200 SchülerInnen übergaben dem Bundestag über 72 000 Unterschriften für ein Grundrecht auf Ausbildung. Ein Filmbericht der DGB-Jugend über den Aktionstag.

Unterstützung: Jusos und Grüne für Grundrecht auf Ausbildung

Anlässlich der Übergabe von über 72.500 Unterschriften an den Bundestag forderten Franziska Drohsel, Juso-Bundesvorsitzende, und die Grüne Jugend Niedersachsen ein Grundrecht auf Ausbildung.  Mehr Infos

72.500 Unterschriften für ein Grundrecht auf Ausbildung

Landesschülervertretungen, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und DGB-Jugend haben am 22. April in Berlin 72 500 Unterschriften zur Petition für ein Grundrecht auf Ausbildung an den Bundestag übergeben. „Unser Ziel ist es, dass es für alle Jugendlichen jederzeit und unabhängig von der wirtschaftlichen Lage genügend Ausbildungsplätze gibt. Deshalb brauchen wir ein Grundrecht auf Ausbildung. Mit der Übergabe der Unterschriften geben wir allen Jugendlichen, die ohne Ausbildungsplatz ein Leben ohne Perspektiven führen müssen, wieder eine starke Stimme“, erklärte Landesschulsprecher Kaweeh Mansoori, der mit der hessischen Landesschülervertretung (LSV) die Petition 2007 initiiert hat. Zur Bildergalerie: 1. Etage; 2. Etage; 3. Etage

Wandertag für Ausbildung in Düsseldorf

Nach wie vor bilden nur 30 Prozent der Betriebe aus. Aber Wirtschaft und Politik sprechen von Erfolgen. Dabei ist es zum Beispiel in Nordrhein-Westfalen bittere Realität, dass allein hier 50.000 Ausbildungspältze fehlen. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft und die DGB-Jugend NRW haben deshalb gemeinsam zum zweiten landesweiten Wandertag für Ausbildung nach Düsseldorf aufgerufen - und konnten am 3. April in Düsseldorf viele Jugendliche mobilisieren. Landesarbeitsminister Karl-Josef Laumann stellte sich vor dem Landtag der Diskussion mit den Schülerinnen und Schülern, zum Artikel, zur Fotoschau.

Ausbildung für Alle -
für dich, für mich, für sie ...

Die 2007 von DGB und Gewerkschaften gestartete Initiative "Ausbildung für alle" will allen Jugendlichen Gehör verschaffen, die keinen Ausbildungsplatz haben. So wird dem Ausbildungsplatzmangel ein Gesicht gegeben. Die persönlichen Schicksale von Betroffenen, die vergeblich einen Ausbildungsplatz suchen, sind das beste Argument gegen die Behauptungen von Politik und Wirtschaft, dass die Probleme am Ausbildungsmarkt gelöst wären. Ziel der Initiative ist es, den öffentlichen Druck auf Politik und Wirtschaft zu erhöhen, endlich entschiedene Maßnahmen einzuleiten und für ein auswahlfähiges Angebot an Ausbildungsplätzen für alle Ausbildungsplatzsuchenden zu sorgen. Eine Dokumentation der bisherigen Initiative. Die Dokumentation hier zum Download (PDF)

Ausbildung in Deutschland - ein Einzelfall

 

Madeleine (20) ist seit drei Jahren auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz als Tierarzthelferin. Auf 200 Bewerbungen folgten 200 Absagen.
Ist Ausbildung in Deutschland ein Einzelfall? Videoclip der DGB-Jugend zum Thema Ausbildung für Alle. Und über 160.000 Einzelfälle jedes Jahr.

Erfolgreicher Aktionstag: "Ihr seid die Zukunft, ihr wollt Sicherheit, und das zurecht"

Nach dem erfolgreichen Aktionstag für Ausbildung und Übernahme am 24.11.2007 ist klar: Wer 3.500 junge Menschen für einen Aktionstag begeistern kann, hat den Nerv der Jugendlichen getroffen. Höhepunkt des Aktionstages "Für Ausbildung und Übernahme" der bayerischen DGB-Jugend war die Abschlusskundgebung auf dem Nürnberger Kornmarkt, mehr über den Aktionstag .

Ausbildungsjahr 2007: Kein Grund zur Entwarnung

Die Zahl der betrieblichen Ausbildungsplätze ist 2007 gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen, dennoch gibt es keinen Grund zur Entwarnung. So das Fazit von DGB-Vize Ingrid Sehrbrock zum Abschlussbericht des Berufsberatungsjahres 2006/2007, den die Bundesagentur für Arbeit (BfA) am 11. Oktober vorgelegt hat. Mehr Zahlen

Neue Studie zum Grundrecht auf Ausbildung

Die Initiative für ein Grundrecht auf Ausbildung bekommt nun auch juristischen Rückenwind, um das Ziel „Ausbildung für alle" zu erreichen. Am 19. September 2011 wurde der Presse die Studie „Das Grundrecht auf einen Ausbildungsplatz - Studie zur Verankerung des Grundrechtes im Grundgesetz als Staatszielbestimmung unter besonderer Berücksichtigung des UN-Sozialpaktes, vorgestellt.

Heiner Fechner weist in seiner Studie nach, dass ein Grundrecht auf Ausbildung mit dem Grundgesetz vereinbar ist und dem UN-Sozialpakt entspricht, der die Bundesrepublik Deutschland zum Handeln auffordert. Herr Fechner stellt weiter fest, dass die Ablehnung der Petition für ein Grundrecht auf Ausbildung inhaltlich nicht nachvollziehbar und die „Rechtslage in Bund und Länder wegen Unterlassens hinreichender gesetzgeberischer Maßnahmen (...) in erheblichem Maße verfassungswidrig" ist. Die Studie zeigt sehr fundiert den Handlungsbedarf und die Handlungsoptionen für eine zukunftsorientierte Berufsbildungspolitik auf.

Die von der GEW herausgegebene 66-seitige Studie informiert im Anhang ausführlich über die Initiative zum Grundrecht auf Ausbildung, den Verlauf der Ausbildungsplatzkrise und die Ablehnung der Petition für ein Grundrecht auf Ausbildung durch den Bundestag im September 2010.

Hier finden Sie zum Download:

Die Studie „Das Grundrecht auf einen Ausbildungsplatz" mit ausführlichen Hintergrundinformationen zur Initiative, Mai 2011 (PDF)

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Partner der Aktion
"Ausbildung für alle":

arbeit für alle, Initiative im BDKJ
Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland
Bayrischer Jugendring
Christliche Arbeiterjugend Deutschlands
Deutsche Wanderjugend
DIDF-Jugend Baden-Württemberg
DLRG-Jugend
Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt
Landesjugendring Baden-Württemberg
Landesjugendring Berlin
Landesjugendring Brandenburg
Landesjugendring Niedersachsen
Landesjugendring Rheinland-Pfalz
Landesjugendring Thüringen
Naturfreundejugend
SJD Die Falken