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Warteschleifen statt echter Ausbildung![]() Auch in diesem Jahr werden trotz Erfolgsmeldungen über den Ausbildungspakt zwischen Bundesregierung und Arbeitgebern Hunderttausende Jugendliche keine reguläre Ausbildung im dualen Ausbildungssystem aufnehmen können. Viele von ihnen landen in alternativen berufsvorbereitenden Maßnahmen oder Übergangsprogrammen. Einige dieser von Politik und Wirtschaft angebotenen Maßnahmen sind vielleicht gut gemeint - für die meisten Jugendlichen wird das "Übergangssystem" aber zu einer endlosen Warteschleife. Und der "Übergang" in eine reguläre Ausbildung ist keineswegs garantiert. Die Instrumente sind vielfältig: Einstiegsqualifizierungsjahr (EQJ), Berufsvorbereitungsjahr (BVJ), Berufsgrundbildungsjahr (BGJ) oder ganz einfach Praktika. Eins haben sie alle gemeinsam: Eine Ausbildung im dualen System kann keine der Maßnahmen ersetzen. Sie machen nur Sinn, wenn Jugendliche anschließend die Chance bekommen, auf einen regulären Ausbildungsplatz zu wechseln. Dafür müssten die Arbeitgeber ausreichend Lehrstellen für alle Bewerberinnen und Bewerber zur Verfügung stellen. Weil das immer noch nicht der Fall ist, bleiben viele Jugendliche im "Übergangssystem" hängen. Und haben immer weniger Chancen, irgendwann einmal einen qualifizierten Beruf auszuüben: Die Jugendlichen ohne Ausbildungsplatz von heute gehören zur Gruppe der Niedriglöhner von morgen.
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