Viele entkommen den Warteschleifen nicht

Die Behauptung: Der Ausbildungspakt ist ein Erfolg sagen zumindest die, die ihn vereinbart haben: Bundesregierung und Wirtschaft. Das werden die Jugendlichen anders sehen, die sich vergeblich um einen regulären Ausbildungsplatz beworben. Allein im Jahr 2007 waren das weit über 100.000. Es gibt also nicht genug Ausbildungsangebote, um jeder Bewerberin und jedem Bewerber eine betriebliche Ausbildung zu ermöglichen.

Das Problem: Die, die sich erfolglos beworben haben, müssen in den folgenden Jahren einen zweiten, dritten oder vierten Versuch unternehmen. Gleichzeitig kommen neue Bewerberinnen und Bewerber hinzu. So wird die Zahl von "Altbewerbern" immer größer und ihre Chancen endlich einen Ausbildungsplatz zu bekommen immer kleiner. Denn: 2007 machten die "Altbewerber" schon rund die Hälfte (52 Prozent) aller Bewerbungen aus.

Außerdem gibt es immer mehr junge Menschen, die in der Statistik als "versorgt" auftauchen, obwohl sie keine reguläre Ausbildungsstelle in einem Betrieb oder Unternehmen gefunden haben: Sie drehen "Warteschleifen" in außerbetrieblicher Ausbildung oder in Ersatzmaßnahmen. Diesen "Warteschleifen" entkommen viele nicht mehr. Ein Großteil der Jugendlichen, die an einem solchen Übergangsprogramm teilnehmen, findet sich später erneut in einer berufsvorbereitenden Maßnahme wieder. Ein anderer Teil wird direkt arbeitslos.

Die Situation auf dem Ausbildungsmarkt ist also kein Erfolg - sie ist katastrophal.

Bilanz: die Situation auf dem Ausbildungsmarkt 2008



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