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Der Pakt ist gescheitert![]()
"Ausbildungspakt verlängert - erfolgreiche Arbeit wird fortgesetzt!" Das meldete das Bundesarbeitsministerium im März 2007. Diese Einschätzung ist mit Blick auf die aktuelle Lage am Ausbildungsmarkt schlicht falsch. Das Problem des Pakts: Die Zusagen der Arbeitgeber sind nicht mehr als eine "freiwillige Selbstverpflichtung". Außerdem verpflichten sie sich nur dazu "neue Ausbildungsplätze" zu schaffen. Ein Taschenspielertrick, denn: Die Zusage, etwa 60 000 "neue" Ausbildungsplätze zu schaffen, kann auch eingehalten werden, wenn die Zahl der insgesamt angebotenen Ausbildungsplätze in Wirklichkeit abnimmt. Nämlich dann, wenn mehr "alte" Ausbildungsplätze verloren gehen, als neue Ausbildungsverträge abgeschlossen werden. Der DGB fordert deshalb, die Unternehmen zur Schaffung "zusätzlicher" Ausbildungsplätze zu verpflichten. Ein weiteres Problem des Pakts: Statt mehr reguläre Ausbildungsstellen zu schaffen, gibt der Ausbildungspakt den Arbeitgebern die Möglichkeit, Jugendliche in Übergangsmaßnahmen wie dem "Einstiegsqualifizierungsjahr" (EQJ) unterzubringen. Das EQJ ist eine Art "Langzeitpraktikum" in einem Unternehmen und soll den Jugendlichen anschließend den Weg in eine reguläre Ausbildung ermöglich. Aber: Selbst der Bundesrechnungshof, der die Arbeit und Ausgaben der Bundesregierung kontrolliert, sagt, dass die "Integrationserfolge in betriebliche Ausbildungsverhältnisse eher gering" sind. Zwar wechseln über die Hälfte der EQJ-TeilnehmerInnen nach der Maßnahme in ein reguläres Ausbildungsverhältnis. Der DGB sieht im EQJ aber nicht mehr als eine "verlängerte Probezeit" - die der Staat den Unternehmen mit finanzieller Förderung auch noch vergoldet.
Was am Ausbildungspakt also erfolgreich ist, fragen sich vor allem die hunderttausenden Jugendlichen, die keinen regulären Ausbildungsplatz gefunden haben. |
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