Die Ausbildungsplatzumlage muss kommen: Das duale System trocknet seit Jahren aus, weil sich zu wenig Betriebe, Unternehmen und Verwaltungen an der Ausbildung beteiligen.
Wir wollen die betriebliche Berufsausbildung auf eine breitere Basis stellen und damit langfristig sichern.
1. Betriebliche Ausbildung im dualen System – ergänzt durch Teilzeitberufsschule – muss derzeit in großem Umfang durch öffentlich finanzierte außerbetriebliche Ausbildungs- und Qualifizierungsangebote ersetzt werden. Wir wollen Bund, Länder und Bundesagentur für Arbeit von Kosten für betriebliche und außerbetriebliche Ausbildung entlasten.
2. Der Deutsche Gewerkschaftsbund erwartet, dass sich grundsätzlich alle Betriebe, Unternehmen und Verwaltungen entweder an der Ausbildung oder an den Ausbildungskosten beteiligen. Das bedeutet auch, dass die Finanzierung dafür auf eine neue Basis gestellt werden muss.
3. Durch Bundesgesetz (Rahmengesetz) werden daher alle Betriebe zur Zahlung einer Berufsausbildungsumlage zur Finanzierung der Gesamt-Ausbildungskosten herangezogen.
4. Dabei haben tarifliche oder branchenbezogene Lösungen Vorrang.
5. Unternehmen, die durch Branchenfonds oder Tarifverträge nicht erfasst werden, deren Branchenfonds oder Tarifverträge die jährlich vorgesehene Quote nicht erreichen, zahlen in einen Ausbildungsfonds bei der jeweiligen Berufsgenossenschaft.
Mit den so eingenommenen Mitteln sollen finanziert werden:
betriebliche Ausbildungsplätze
Plätze in Ausbildungsverbünden
außerbetriebliche Ausbildungsplätze.
Mehr Infos in den Eckpunkten des DGB zur Finanzierung einer Ausbildungsumlage (Langfassung)